Freitag, 7. Oktober 2016

Bergfest

Heute ist die Hälfte meines Aufenthalts hier um. In vier Wochen geht mein Flieger zurück!
Ich will deshalb mal die Gelegenheit nutzen ein kleines Resümee zu ziehen... 
Was gefällt mir:
  • die Leute hier sind unglaublich nett, hilfsbereit, offen, interessiert, freundlich
  • meine Arbeitskollegen sind total super
  • das Essen ist lecker
  • es ist eine mega Erfahrung, das alles kennen lernen zu dürfen
  • hier gibt es ganz viele Chancen etwas zu entwickeln, man kann mit einer guten Idee echt was erreichen
  • man ist hier viel entspannter und wird entschleunigt und sei es durch die Sicherheitsschleusen ;-)
Was gefällt mir nicht?
  • es ist bereits um 18 Uhr stockdunkel
  • es gibt verdammt viele Mücken
  • hier sind so viele Autos auf der Strasse, dass man ständig im Stau steht
  • hier gibt es nur dieses weiche Toastbrot und english breakfast
  • mein Kühlschrank friert alles ein
  • das Hotelleben ist nicht so meins
Dinge, die mir aufgefallen sind:
  • hier gibt es total viel Müll und es scheint niemanden zu stören
  • alles wird in Plastiktüten eingepackt, da kann man vom Lebensmitteleinkauf in einem Laden schon mal mit 10 Tüten rauskommen
  • alles andere wird auch mit Plastikfolie abgedeckt, sogar die Teelöffel morgens beim Frühstück
  • hier dauert alles ein bisschen länger
  • auf die Frage, hast du das verstanden, können wir das so machen, antwortet man immer mit ja und kommt dann 5 Minuten später nochmal zurück
  • wenn man zu spät ist, ist das kein Problem
  • wenn man gar nicht zu einem Meeting kommt, auch nicht
  • überall klingeln Handys, man hat mindestens 2 und man geht immer ran
  • man schreibt und spricht auch sehr gerne beim Auto fahren
  • nicht nur die Autos fahren auf der anderen Seite, auch das Besteck liegt auf der anderen Seite und man öffnet und schließt Türschlösser genau andersrum
  • hier fällt oft der Strom aus, was im Hotel nicht schlimm ist, denn der Generator geht schnell an
  • man muss öfter nachfragen, nichts passiert auf die erste Bitte
  • die Sicherheitsvorkehrungen um in die BoZ zu kommen sind extrem hoch
  • in den Büros wird auch gerne mal geschlafen
  • man achtet hier extrem auf die Hierachie
  • Meetings laufen sehr diszipliniert ab, der Besprechungsleiter nimmt Meldungen der Reihe nach dran
  • man lässt sich viel Zeit
  • man entscheidet nicht gern, es wird viel diskutiert, aber nichts beschlossen 
  • es ist verdammt teuer hier, für ein Wochenende auf der Lodge zahle ich so viel wie für 3 Wochen Namibia
  • Preise sind willkürlich und verhandelbar, außer bei Lodgen ;-)
  • es gibt spontane Feiertage 
  • und interessante Ideen für Feiertage, am 18.10. ist Gebets- und Fastentag, der wurde letztes Jahr vom Präsidenten eingeführt, als die Währung um 20% eingebrochen ist und es der Wirtschaft schlecht ging, ich habe das erst gar nicht verstanden, ich habe gesagt, eigentlich hätte es doch genau umgekehrt sein müssen und alle einen Tag mehr arbeiten, aber Peter hat es mir dann erklärt: man ist hier sehr gläubig und wenn alle beten, wird Gott sie erhören und helfen
So, dass ist mir jetzt so spontan in den Sinn gekommen... Wenn mir noch etwas einfällt werde ich es nachtragen. Jetzt werde ich Euch noch schnell von dem heutigen Tag berichten, bevor ich schlafen gehe.
Heute morgen um 10 hatten wir ein Meeting mit NatSave, was auch tatsächlich stattfand. Peter und ich haben uns mit Godfrey getroffen und ich habe den deutschen Weltspartag präsentiert. Er war sehr interessiert und vermutlich werde ich ab nächster Woche enger mit NatSave zusammenarbeiten. Peter musste dann los, da es Susanne nicht so gut ging. Ich habe dann noch meine andere Kampagne präsentiert, die Godfrey auch gut gefallen hat und er sie auch gerne einsetzten möchte.
Ich soll mir eine Bush-Filiale angucken. Da ich morgen nach Kafue aufbreche, haben wir einen Termin für den Rückweg gemacht. Da halte ich in einer Provinz an und treffe mich mit dem Filialleiter. Da bin ich richtig gespannt. Godfrey hat mich von einem Fahrer zurück zur BoZ bringen lassen.
Ich war also pünktlich zum Mittagessen zurück. Freitag ist ein besonderer Tag bei der BoZ. Zum einen tragen alle ihr BoZ Hemd und es gibt traditionelles Essen. Also Nshima, und traditionell zubereitetes Fleisch und Gemüse. Ich hatte vorsichtshalber Hühnchen, an den Fisch habe ich mich bis jetzt eh noch nicht rangetraut und Ziege wollte ich nicht... Das Hühnchen war in einer roten Marinade und erinnerte mich vom Geschmack an Suppenhuhn, nur etwas zäh. Ich habe ein Gemüse probiert, das aussah wie Spinat (mir wurde aber versichert, dass es keiner ist - schmeckte auch nicht so) man bereitet es mit Nüssen zu, den Namen habe ich mir allerdings nicht merken können... Dann gab es heute keinen Nachtisch sondern etwas was aussah wir Wurst in dicke Würfelgeschnitten. Es sollte aus Nüssen und irgendwelchen anderen Sachen bestehen... Ich habe es probiert, das war aber gar nicht meins... Der Geschmack ging noch aber die Konsistenz ging gar nicht.... Irgendwie wir festes, gestocktes Ei...Dazu gab es eine Art Maisdrink... Ich habe es lieber nicht probiert, es sah nicht so aus als würde es mir schmecken...
Nachmittags hatten wir das Arbeitsgruppentreffen zum Weltspartag. Eric, Mwaba und ich sind mit Mubanga hingefahren. Heute hatte er ein recht altes Auto, ohne Klimaanlage, das Probleme mit dem Starter hat und einen extremen Sound... Aber wir sind angekommen... Wir waren zwar zu spät, aber nur Peter war schon da... Mulemwa, die Eventplanerin, jetzt weiß ich endlich ihren Namen, kam erst gar nicht, da sie heute das UB40 Konzert organisiert und Godfrey ist auch nicht aufgetaucht. Peter meinte, er arbeitet wohl an dem was ich ihm heute morgen vorgestellt habe ;-)
Mwaba und ich haben dann unsere Kampagne vorgestellt und ich nochmal das Konzept zum Weltspartag. Alle sind immer sehr interessiert und haben viele Fragen. Ich bin mal gespannt ob irgendwann mal etwas davon hier eingesetzt werden kann. Es gibt da einige Barrieren, Zum Beispiel kann man unter 18 kein eigenes Konto eröffnen. Nur ein Treuhandkonto über die Eltern. In Kirchen dürfen die Kinder auch nicht mit dem Klingelbeutel Geld sammeln. Das ist hier einen kulturelle Sache.
Nach dem Meeting hat Mubanga mich dann mit zum Hotel genommen, da er in die Richtung musste. Peter wollte Susanne aus dem Krankenhaus abholen. Ich hoffe es geht ihr besser. Ich werde jetzt Koffer packen und dann ins Bett, morgen geht es früh los...
Macht es gut!

Donnerstag, 6. Oktober 2016

Welcome to Zambia!

Zum Frühstück gab es heute Morgen Wurst. Ich habe Euch mal ein Foto davon gemacht.... Ratet welche ich gegessen habe!
Nein! Ich habe die Farben NICHT nachbearbeitet!!!
Bildergebnis für krähe afrika schwarz weiss
Es sind Schildraben...
Und dann habe ich beim Warten auf Peter meinen Frosch von gestern gesucht, denn aus dem Wasser kommt er nicht mehr alleine raus... Ich hatte überlegt, ob ich Bescheid sage, dass sie ihn da rausholen, aber ich fürchte, das würde er mit Sicherheit nicht überleben. So hat er dort ein schönes Wässerchen, wo er bestimmt ausreichend zu Fressen findet und auf den Lampen kann er sich ausruhen.
Dann habe ich noch 2 Papageien gesehen. Die ersten "anderen" Vögel in Lusaka, sonst höre und sehe ich nur diese elsternartigen Krähen. Ich habe gerade nachgelesen...
Ein lustiges Erlebnis hatte ich heute morgen. Ich hatte Euch ja mal berichtet, dass man am Ein- und Ausgang der Bank of Zambia durch einen Scanner geht und die Taschen durchleuchtet werden. Seit ein paar Tagen ist der X-Ray Scanner für die Taschen am Hintereingang kaputt. Sie haben jetzt ein manuelles Piepsdings. Heute morgen war jemand neues am Eingang. Er fragte, ob Peter Waffen oder Messer dabei hätte. Peter meinte, nur eine Handgranate und er durfte mit seiner Tasche durch den Scanner gehen, ohne dass der manuelle Handscanner zum Einsatz kam.
Als ich dann an der Reihe war, hat er mich auch gefragt, ich sagte nein. Dann wurde wie jeden Morgen mein Laptop registriert, aber ich durfte nicht mit meinen Taschen durch den Scanner. Ich musste mein Handy auspacken, in die Schüssel legen, beide Taschen oben auf den X-Ray Scanner legen, dann durch den Rahmen, dann meine Sachen nehmen, zusammenpacken und durch... Peter hat schön gegrinst: "Nicht fragen, einfach machen und grinsen!" So, läuft das hier... Manches ist reine Willkür ;-)
Mwaba und ich haben dann an unserer Kampagne weitergearbeitet und es sind ein paar Fragen aufgetaucht. Marvin konnte sie uns nicht beantworten und hat uns zur Rechtsabteilung geschickt. Eigentlich sollte man meinen, dass unsere Frage einfach ist, so aber nicht in Sambia... Wir wollten nur die Definition von "Minderjährigen". Aber auch der Direktor der Rechtsabteilung konnte uns diese Frage nicht beantworten. Es gibt 26 unterschiedliche Richtlinien zu diesem Thema und alle sagen etwas anderes, ich habe Zahlen von 13, 14, 16, 18 und 21 gehört. Und nach dem "Common-Law" ist es 21.... So viel dazu... Unsere anderen Fragen konnte er uns auch nicht beantworten, da er dafür nicht zuständig sei. Aber er war wirklich sehr nett... Nur hinterher wussten wir noch weniger als vorher.
Wir sind dann also zur Supervision gegangen. Dort wollten wir mit Calvin aus dem gestrigen Meeting sprechen. Wir haben ihn auch gefunden, aber er sagte, er hätte leider keine Zeit, da er noch viele Texte lesen müsste. Unser Thema ist ja auch gar nicht eilig, oder so.... Weltspartag ist ja auch erst in 25 Tagen... Scheinbar haben wir verzweifelt genug geguckt, denn er hat gesagt, dass er sich kurz Zeit nimmt. Er konnte unsere Fragen dann auch beantworten, zwar nicht so wie wir gern gewollt hätten, aber egal... Wir hatten unsere Antworten und konnten unseren Entwurf entsprechend ändern.
Heute beim Mittagessen habe ich Andreas nach meinem Pass gefragt. Er arbeitet in der Abteilung, die dafür zuständig ist und ist mit meinen Unterlagen zur Einwanderungsstelle gewesen. Alsooooooo ich bekomme tatsächlich ein Arbeitsvisum... Der Antrag ist gestellt, die Zahlung ist erfolgt. In 5 Tagen können sie nachfragen, wie weit es ist und in vermutlich 14 Tagen werde ich meine Arbeitserlaubnis haben... Dann bin ich allerdings nur noch 10 Arbeitstage da.... Andreas meinte nur "Welcome to Zambia!"
Ein paar weitere zambische Erfahrungen hatte ich heute nachmittag... Peter wollte mich dem Managing Director von NatSave vorstellen. Das ist sowas wie die Sparkassen in Deutschland. Als wir das Gebäude verlassen wollten, sind wir wieder bei der Security hängen geblieben. Dieses Mal wurde allerdings Peter strenger kontrolliert als ich... Er musste die Bescheinigung vorzeigen, dass der Laptop der BoZ gehört und er ihn verwenden darf. Ich musste nur die Seriennummer meines Laptop zeigen und durfte durch.
Draußen wurden wir von Soldaten mit Maschinengewehren empfangen. Es kam gerade ein Geldtransport an. Das sind riesige LKW, die von mehreren Begleitfahrzeugen inklusive schwer bewaffneter Soldaten begleitet werden, Wenn ich dran denke fotografiere ich morgen mal einen LKW und die Fahrzeuge. Wenn sie nicht unterwegs sind stehen sie immer am Hintereingang.
Wir sind also los zu NatSave und waren (typisch deutsch) pünktlich da. Das Problem war nur, dass der MD nicht da war.... Und zwar nicht nur heute, sondern bis zum 16.10. ... und eigentlich wollten wir mit NatSave den Weltspartag machen und Mubanga und ich sollten für einige Tage die Woche dorthin ausgeliehen werden, Peter war entsprechend begeistert... Wir haben dann noch versucht Godfrey zu erreichen (er ist ein Mitglied der Weltspartagsarbeitsgruppe, die Morgen tagt) aber auch er war nicht erreichbar.
Also sind wir unverrichteter Dinge zurückgefahren... Again: Welcome to Zambia... Peter meinte, so was passiert hier öfter. Die Zambier haben halt viel Zeit und die nehmen und lassen sie sich auch...
Wir haben jetzt morgen einen Termin mit Godfrey, vielleicht wird das ja doch noch was, dass ich das Thema Weltspartag intensiver unterstützen kann.
Also, macht es gut...
P.S. Ich stelle in dem Blogeintrag von gestern gleich noch ein paar Fotos von meinem Arbeitsweg ein...

Mittwoch, 5. Oktober 2016

Arbeitserlaubnis???


Das war ein spannendes Thema heute...
Gestern habe ich den Brief und meine Passkopie abgegeben, um mein Visum zu verlängern... Heute Morgen hat mir der Direktor der Kommunikationsabteilung dann mitgeteilt, dass er ja noch 2 Fotos von mir benötigt... Wozu??? Ich habe dann mit einer seiner Mitarbeiterinnen telefoniert und die sagte mir, dass ich es benötige um meine Arbeitserlaubnis zu verlängern.... Was??? Ich habe doch ein Business Visum.... Nein, so ist das hier... also bin ich in der Mittagspause mit Angela und Molly los zum Fotos machen. Zum Glück sind die zwei mitgekommen... ich wäre bei dem Verkehr vermutlich nicht auf die andere Straßenseite gekommen...
Hier gibt es unzählige Fotoshops... aber die Qualität ist eher mäßig... Angela kannte aber einen guten... Die Fotos sind so na ja... die typischen Reisepass-Verbrecher-Fotos halt...
Aber es ging sehr schnell... innerhalb von 10 Minuten hatte ich die Passbilder...
Allerdings zu früh um direkt mit Molly in ihre Abteilung zu gehen... Denn man achtet hier sehr auf die Arbeitszeiten... Egal ob man am Schreibtisch ist... angefangen wird um 14 Uhr...
Ich habe also gewartet und noch 15 Minuten drauf gegeben... dann bin ich zu der Mitarbeiterin, mit der ich morgens gesprochen hatte... Sie war glücklicherweise sehr hilfsbereit... Diese Formulare auszufüllen ist schon eine Herausforderung für sich... Ich bin gespannt, ob das klappt... Das ganze soll 300 USD kosten.... und eigentlich brauche ich es ja nicht...
Was war sonst noch so los... Eigentlich sollte der gestern verschobene Termin heute früh stattfinden, aber Musa war leider nicht da... Er kam kurz nach neun... dann haben wir ihn gefragt und er sagte sofort... leider war nur der Besprechungsraum belegt... Bis wir einen anderen gefunden hatten und die Technik zum Laufen gebracht hatten war es halb zehn... dann noch warten, dass alle da sind... glücklicherweise nur 5 Minuten später und dann schnell präsentieren, denn das Meeting mit den anderen verantwortlichen Abteilungen war bereits um 10...
Um 5 nach haben wir immer noch diskutiert... Mit meinem deutschen Verständnis, hatte ich etwas Zeitdruck, da keiner von uns in der Abteilung war um zu sagen, dass wir etwas später kommen... Aber es ist ja Sambia... als wir 10 nach unten waren, war noch niemand da... ;-)
Das Meeting war interessant. Es ist immer wieder spannend was diskutiert wird. Es steht etwas im Gesetz... im Geldwäschegesetz by the way... und man diskutiert, ob man das so schreiben kann?!?!? Ok... Das war mir so nicht bewusst...
Na ja, auf jeden Fall gibt es sehr viele Aufgaben aus dieser Kampagne... allerdings ohne klare Ansage... nur ein bisschen diskutiert, aber scheinbar machen wir es jetzt... Hier gibt es halt keine klaren Aufträge oder Zuständigkeiten... Um das Ganze irgendwie hinzubekommen, habe ich es jetzt für mit Mubanga strukturiert... Ich bin gespannt, was am Ende des (Weltspar-)tages dabei rauskommt,,,
Nach der Arbeit bin ich direkt zum Reisebüro gefahren und habe meinen Trip für das Wochenende gebucht. Es geht in die Mukambi Lodge. Ich habe relativ lange mit der Buchung gewartet, denn zum einen ist die Lodge an sich sehr teuer und zum anderen war ich unsicher, wie ich dort hinkommen sollte. Ich habe unterschiedliche Optionen: mein Taxifahrer kostet 600 USD, der Transport mit der Lodge 450 USD, vom Reisebüro 300 USD, der Taxifahrer von Angela 150 USD und der öffentliche Bus 30 USD.  Ich konnte mich nicht entscheiden, ob ich sicher oder günstig reisen will... Die Option mit Angelas Fahrer hat sich erst heute Mittag ergeben. Eigentlich wollte Andreas (ein Intern einer anderen Abteilung) einen Shuttle organisieren, aber leider klappte das nicht. Er wollte mir heute Mittag Bescheid geben. Da er aber nicht beim Essen war, hat Angela ihn angerufen und kam dann auf die Idee ihren Fahrer zu fragen.... Zum Glück!!! Denn für diese Variante habe ich mich jetzt entschieden. Es ist mir doch sicherer als mit den öffentlichen Bussen. Da weiß man nie, ob sie angekommen. Susanne hatte mir von ihrem Trip berichtet... Und sie kam nicht dort an, wo sie wollte. Es war zwar ein anderes Unternehmen und alle Sambier sagten mir, dass der Bus gut ist... Aber so ist es mir jetzt doch lieber...
Also startet am nächsten Wochenende mein nächstes Safariabenteuer ;-)
Mal gucken, ob ich heute Nacht davon träume...
Macht es gut!!!
Wie versprochen ein paar Fotos von meinem Arbeitsweg, oder vielmehr von dem Markt in der Nähe der BoZ

Hier wird die Security ausgefahren
 






Dienstag, 4. Oktober 2016

War was...?

Nööö... eigentlich war heute nichts los...
Heute Nacht ist meine Klimaanlage irgendwie ausgelaufen, auf jeden Fall stand heute Morgen das Wasser auf dem Boden...
Zum Frühstück gab es wie immer Labbi-Toast mit Butter und Salz... Zur Arbeit sind wir morgens um 6:30 gefahren und waren innerhalb von 15 Minuten am Schreibtisch... da habe ich Protokolle geschrieben, Vorlagen erstellt, an der Kampagne gearbeitet, auf ein Meeting gewartet, das spontan abgesagt wurde... Mittag in der Kantine gehabt... Zur Abwechslung gab es heute Bohnen und Pommes.... dann habe ich ein Anschreiben und meine Passkopie in die Kommunikationsabteilung gebracht, in der Hoffnung, dass sie schnell mein Visum verlängern und das war es eigentlich auch schon für heute...
Ich habe wieder mal erfahren, wie schnell sich Wünsche ändern können...
Ich glaube, ich habe gestern nichts vom Teammeeting berichtet, das werde ich in dem Zuge gerade mal nachholen:
Musapenda, der Chef "meiner" Abteilung ist wieder da und es gibt immer ein Montagsmeeting. So auch gestern. Darin tragen alle vor, was so anliegt, welche Fragen sie haben und besprechen offene Punkte. Für Peters Anliegen haben wir schon über eine Stunde gebraucht. Er versucht die Planungen für den Weltspartag voranzutreiben. Aber es fehlen immer irgendwelche Beschlüsse, oder Entscheidungen werden spontan revidiert. Das macht das ganze nicht unbedingt einfach. Gestern gab es solche Entscheidung bezüglich der Ausrichtung des Weltspartags in einer der Provinzhauptstädte. Also ändern wir jetzt das bereits Bestehende. Das ist aber nicht ganz so schlimm, denn man plant hier scheinbar eher aktuell. Am Weltspartag soll unter anderem es einen Fernsehspot, einen Jingle im Radio und Informationen in Printmedien geben.
Wenn ich es richtig verstanden habe, besprechen wir die Planungen dazu am kommenden Freitag (7.10) im Arbeitsgruppentreffen bei der BAZ. Ich hoffe, wir kommen zu einem Resultat, denn ganz so viel Zeit ist bis zum 31.10. ja nicht mehr. Ich sehe ja schon die Felle davon schwimmen, aber Peter ist noch ganz relaxed. Er meint, dass wird schon.... So ist das immer... Dann werden halt nicht 100% umgesetzt,sondern nur 80%, aber am Ende gibt es ein gutes Ergebnis. Ich bin auf jeden Fall gespannt.
In dem Treffen am Freitag soll ich eine Präsentation zu Weltspartagen in Deutschland halten und zusammen mit Mwaba unsere Ideen zur KYC - Know your customer Kampagne vorstellen. Das sollen wir übrigens auch auf dem nächsten Stakeholdermeeting (ihr erinnert Euch? das wo alle Banken dran teilnehmen und die Arbeitsgruppe ihre Ergebnisse vorstellt, das mit den 40-50 Teilnehmern...)
Die KYC Kampagne wollten wir dem Team heute nachmittag vorstellen, aber das wurde leider verschoben. Jetzt machen wir das morgen früh, hoffentlich vor unserem Treffen mit den beiden anderen Abteilungen, denen wir das Konzept um 10 Uhr vorstellen sollen.
Genauso die Broschüren zum Weltspartag. Das war eine meiner ersten Aufgaben hier und wir tüfteln immer noch dran rum. Ich war mit dem Ergebnis des Designers zu Musa gegangen und er hat nich einige Änderungswünsche. Jetzt teilen wir das dem Designer so nach und nach alles mit... Er freut sich bestimmt ;-) Er dürfte das aber kennen, er hat einige Jahre in Deutschland gearbeitet...
Das war also der heutige Tag... Und jetzt bin ich müde... Gute Nacht Euch allen!
P.S. ich habe die Livingstonefotos in die jeweiligen Blogeinträge eingefügt, falls ihr Euch mal die leeren Victoria Fälle anschauen wollt ;-)

Montag, 3. Oktober 2016

and when the rain begins to fall...

... dann treffen sich 500 Deutsche in der deutschen Botschaft und feiern den Tag der deutschen Einheit....
Man soll es nicht glauben, wir sind mitten in der Trockenzeit und es hat geregnet und zwar nicht wenig... Man konnte es heute nachmittag schon riechen und pünktlich zur Gartenparty setzte der Regen inklusive Gewitter ein...
Der Botschafter hatte zu 17:30 eingeladen. Die Botschaft ist ca. 4 Kilometer von der Bank of Zambia entfernt... Für die Strecke haben wir 1,5 Stunden gebraucht... wir haben zum Ende fast nur noch gestanden.... So habt ihr mal einen Eindruck vom Verkehr zu den Stoßzeiten hier. Dazu kommt noch, dass gerade der Monatserste war und alle Geld für Benzin haben... Entsprechend voll war alles.
In der Nähe der Botschaft konnte man schon so einige Weiße aus den Taxis steigen und zu Fuß weitergehen sehen. Das hätten wir am liebsten auch gemacht... Denn für die letzten 500 Meter haben wir über eine halbe Stunde gebraucht...
Auf dem Parkplatz angekommen, haben wir Susanne getroffen und sind in die Botschaft gegangen. Der Garten war toll dekoriert. Gleich zu Beginn stand der Botschafter mit seinem Komitee und hat jeden ankommenden Gast per Handschlag begrüßt. Bei ca. 400 Gäste schon eine langwierige Aufgabe... Da wir zu spät waren, hatten wir zumindest keine Schlange mehr vor uns.
Wir haben uns dann etwas zu trinken geholt und Philipp gesucht.
Es gab kleine Häppchen mit "echtem" Brot... Lecker! Die Eröffnungsrede wurde von einem Mitglied der Botschaft gehalten, da der Botschafter erst seit August im Land ist und den Präsidenten noch nicht kennengelernt hat, also noch nicht offiziell eingeführt wurde... Dann wurde die sambische Nationalhymne gesungen und der sambische Generalsekretär hielt eine Ansprache. Danach wurde die deutsche Nationalhymne gesungen, was ziemlich schräg klingt, wenn eine Sambierin sie singt...
Wir haben uns dann etwa zu Essen geholt, es gab Schinkengriller, etwas was geschmeckt hat wie gegrillte Weißwurst, etwas was aussah wie Grünkohl (es waren aber wohl Kürbisblätter), Käsespätzle, Spießbraten, Kartoffelpüree, Gulasch, Brezel und Leberkäs  und zum Nachtisch Apfelstrudel mit Vanillesoße und Kuchen. Also typisch deutsches Essen.
Als wir gerade dabei waren zu Essen, kam ein riesen Regenschauer mit Gewitter runter. Zum Glück stand ich unter dem Pavillon. Hinterher habe ich auf einem Foto gesehen, dass es sogar gehagelt hat! Und wir hatten natürlich 2 Stromausfälle... Einen ganz kurzen und dann einen etwas längeren... Die ganze schöne Beleuchtung war aus und man hörte nur noch das Schlagzeug leise trommeln ;-)
Es waren viele Deutsche, aber auch viele andere Gäste dort. Und man kommt mit vielen ins Gespräch. Die Leute hier sind viel offener als bei uns zu Hause.
Es war ein echt schöner Abend!
Ein paar Fotos habe ich für Euch gemacht!







Sonntag, 2. Oktober 2016

Markt und Pool

Gegen halb eins habe ich mich mit Philipp auf dem Markt bei der Arcades Mall getroffen.
Eigentlich wollte ich ja nichts kaufen.... Aber jetzt habe ich so gut wie alle Souvenirs zusammen!
Philipp kann richtig gut handeln und wir haben uns eine clevere Strategie überlegt...
So haben wir zum Beispiel einen Holzglobus von 250,- Kwatcha auf 80,- runtergehandelt... Das war auch unser größter Erfolg ;-)
Wer weiß, wann ich nochmal auf den Markt komme und alleine kann ich nicht so gut handeln...
Also habe ich jetzt die Hälfte meines Bargeldes ausgegeben...
Unseren Erfolg haben wir mit einem Cocktail begossen, haben kurz eingekauft und haben uns überlegt, dass ein Pool jetzt toll wäre.
Bei Philipp in der Wohnanlage ist ein großer und vor allem sauberer Pool... Wir haben meine Sachen schnell ins Hotel gebracht und sind mit dem Taxi dorthin gefahren...
Ich weiß schon, warum ich bei meinem Taxifahrer bleiben will... der ist zwar etwas teurer, fährt dafür aber vernünftig... Für den Rückweg habe ich ihn dann auch wieder angerufen.
Der Pool war richtig angenehm kühl... Total erfrischend! Das habe ich nach dem heißen Tag auch echt gebraucht. Wir hatten heute 36 Grad und keinen Wind. Das war schonmal ein kleiner Vorgeschmack auf den gesamten Oktober...
Ich überlege im Moment, ob ich nächstes Wochenende zur Mukambi Lodge fahre.... Die ist noch teurer als die andere....Ich werde es morgen entscheiden... Nach dem Empfang beim Botschafter.... Alle in Sambia lebenden Deutschen sind morgen anlässlich des Tags der deutschen Einheit in die Botschaft eingeladen. Ich bin sehr gespannt!
Ich wünsche Euch einen schönen Feiertag morgen und kümmere mich jetzt mal um die Fotos.
Macht es gut!

Samstag, 1. Oktober 2016

Back to Lusaka

Eigentlich wollte Mubanga heute um 6 Uhr morgens losfahren. Er hatte sich aber glücklicherweise früh genug überlegt, dass das vielleicht ein bisschen zu früh sein könnte... Er schwankte dann zwischen 8 und 7 hat sich dann aber für 7 Uhr entschieden. Sambischer Zeit natürlich!
Ich war also um kurz nach sieben fertig und bin zum Frühstücken gegangen. Ich bin davon ausgegangen, dass er nicht pünktlich sein wird. So langsam stelle ich mich darauf ein...
Als ich fertig war, ist er dann aufgetaucht. Da war es so etwa halb acht. Wir haben Veit noch verabschiedet, der zu seinem Ultraleichtflug aufgebrochen ist.
Und wir sind dann kurz vor 8 Uhr los gekommen. Wir haben uns noch den John Hunt Way angeschaut bevor wir Livingstone verlassen haben.
Ich war von der Konferenz und allem drum und dran total müde und habe auf der Fahrt relativ viel geschlafen. Immer mal wieder...
Auf der ganzen Strecke gibt es übrigens keine Schilder... Wenn man sich nicht auskennt, ist man ganz schön ausgeschmissen.
Wir haben nur eine kurze Pause gemacht. Mubanga ist ausgestiegen um auf Toilette zu gehen. Hat aber das Auto angelassen... auf einer voll besuchten Tankstelle... Heute ist ja der Monatserste und alle hatten Geld bekommen. Und das wird von vielen Männern am Samstag gerne mal in Alkohol umgesetzt. Auch schon morgens! So ganz wohl war mir nicht in diesem laufenden Auto...
Generell war es aber schon spannend mit dem Auto zu fahren. So habe ich wirklich viel vom Land gesehen. Und kann mir jetzt auch die ländlichen Gegenden ohne Wasser und Strom gut vorstellen.
Was ich auch sehr interessant fand, war, dass die Gottesdienste vor den Kirchen abgehalten werden. Da sitzen dann 30 bis 50 Leute im Schatten unter einem Baum. Bei großen Kirchen unter drei Bäumen.
Zurück in Lusaka wollte ich meine Sachen auspacken und mich ein bisschen um die Fotos kümmern. Ich war aber noch nicht ganz fertig, da meldete sich Philipp, dass er bei mir ganz in der Nähe in der Arcadesmall ist.
Ich bin also rüber und wir sind auf ein Getränk auf die Terrasse des Protea Hotels gegangen. Da wir beide Hunger hatten, sind wir noch in die East Park Mall und haben beim Libanesen zu Abend gegessen...
Libanesisch hatte ich bis dahin auch noch nicht gegessen. Kann ich aber sehr empfehlen.
So habe ich mich am Nachmittag doch anders beschäftigt und kümmere mich morgen um die Fotos. Ihr müsst euch also noch einen Tag weiter gedulden!
Ich wünsche euch nun eine gute Nacht... bis dahin...